Freiarbeit: Was machen wir mit müden Leuten?

 Für sechs- und siebenjährige Kinder ist es ganz schön aufregend, wenn sie sozusagen vor Publikum zeigen sollen, wie sie in der Klasse arbeiten. Noch dazu kommt, dass aus Platzgründen nur die Hälfte der Klasse anwesend ist - der restliche Raum steht den Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung. Um so wichtiger ist es, die Kinder mit den gewohnten Regeln und Ritualen beginnen zu lassen. Das schafft Sicherheit und hilft dabei, in der Alltagssituation anzukommen.

Frau Moschüring zeigt zunächst genau dies mit ca. der Hälfte der Klasse. Sie sehen dabei auch, wie die Erstklässler (diese sind ja erst wenige Wochen in der Schule!) von den Zweitklässlern unterstützt werden. Ein weiterer großer Vorteil der Jahrgangsmischung: Es braucht nicht lange, bis dass auch "die Neuen" sich auskennen - sie haben ja immer jemanden in der Klasse, den oder die sie fragen können. Und das muss eben nicht ständig die Lehrerin sein. Das zeigt sich auch in der Freiarbeit: Geleitet durch das strukturierte Material arbeiten die Kinder an unterschiedlichsten Aufgabenstellungen.  Ein Marschieren im Gleichtakt - egal ob es für das einzelne Kind besser wäre, schneller oder auch langsamer vorwärts zu gehen - gibt es hier nicht! An unserer Schule haben wir nicht nur die jahrelange Erfahrung mit dieser Art des Arbeitens - sie zeigt sich auch im Erfolg der Kinder und bestätigt unser Konzept als Montessori-Angebots-Schule. Doch sehen Sie selbst...